Element of Crime: Weisses Papier

Die gelegentlich seltsame Musik von Element of Crime entspricht in letzter Zeit allzu oft meinem eigenen seltsamen Lebensgefühl. Die Töne und Worte klingen in mir lange nach … Es ist für mich kaum in Worte zu fassen, versucht die Musik in Euch zu spüren, um dieses gar seltsame Lebensgefühl nachzuempfinden. Nehmt Euch mal die Zeit.

WEISSES PAPIER

Ich nehm deine Katze und schüttel sie aus
Bis alles herausfällt
Was sie jemals aus meiner Hand fraß
Später klopf ich noch den Teppich aus
Und find ich ein Haar von mir darin
Dann steck ich es einfach ein
Nichts soll dir böse Erinnerung sein
Verraten, was ich dir gewesen bin
Sag nicht, dass das gar nicht nötig wär
Denn schmerzhaft wird es erst hinterher
Wenn wieder hochkommt, was früher mal war
Dann lieber so rein und so dumm sein wie weißes Papier

Auch werd ich in Zukunft ein anderer sein
Als der, den du in mir sahst
Die Hose, die Du mir gehäkelt hast
Werf ich in den Container der Heilsarmee rein
Ich ess auf dem Fußboden aus der Hand
Seh mir jeden Trickfilm im Fernsehen an
Alles was Du nicht magst, lobe ich mir
Ich werd einfach so rein und so dumm sein wie weißes Papier

Nicht mal das Meer darf ich wiedersehen
Wo der Wind deine Haare vermisst
Wo jede Welle ein Seufzer
Und jedes Sandkorn ein Blick von dir ist
Am liebsten wär ich ein Astronaut
Und flöge auf Sterne wo gar nichts vertraut
Und versaut ist durch eine Berührung von dir
Ich werd nie mehr so rein und so dumm sein wie weißes Papier

Element of Crime, 1993



Wieder ein Tag

Ein völlig nutzloser Mensch steht auf,
wollen mal Tee machen.
Schön, so ein Vogelkäfig
Etwas Licht und ein Körnchen
für Gesang

Element of Crime