Die Guten ins Töpfchen …

Letztens habe ich in einer Tageszeitung sinngemäß folgendes gelesen:

… Menschen sind wie Bücher. Manche täuschen dich mit dem Umschlag und einige überraschen dich dann mit dem Inhalt …

Ich stutzte beim Lesen und grübelte darüber nach. Ja, dem ist wohl so. Bei mir selber beobachte ich es ebenso recht häufig. Auf Grund unserer reichlich bebilderten Erfahrungen, welche wir von überall ringsumher aufnehmen, „sortieren“ wir unsere Mitmenschen schon beim ersten Anblick quasi „automatisch“ vor. Frei nach den Grimmschen Märchen: „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.“
Bevor wir uns also mit unserem Gegenüber tiefer gehend beschäftigen (können), haben wir sie oder ihn bereits fix und fertig in eine unserer vielen (Gedanken-)Schubladen einsortiert.
Oft kommen so die Menschen, die uns vielleicht etwas mitzuteilen hätten oder ein Gewinn für uns wären, gar nicht mehr zu Wort. Sie sind offensichtlich in der „falschen“ Schublade gelandet.

Nachtrag: Kaum habe ich meine Gedanken zu diesem Thema hier niedergeschrieben, da bin ich über diesen Blogbeitrag Sei nicht voreingenommen von In10sivleben gestolpert. Lesenswert.

Das dieses obige Zitat letztlich ’nur‘ aus der Kiste eines dieser Facebook-Bilderzitate-Macher stammt, ging mir erst recht spät auf, aber es kommt ja auf den Inhalt und nicht auf die bebilderte Schublade an. Nicht wahr? 😉

Abschied

Das Universum kann ganz gut ohne uns Menschen auskommen und wir sind vermutlich nur ein ganz kleiner unbedeutender Staubkrümmel im üblichen Getriebe der Himmelsmechanik, aber wir Menschen, wir Menschen sind auf unseren blauen Planeten angewiesen. Gegenwärtig können wir nicht ohne ihn. Was machen wir im großen und kleinen Ganzen daraus? Wie nutzen wir unsere Lebenszeit?

28. Dezember 2016

Unabhängig davon, ob unsere Freude riesengroß oder unsere Trauer und unser Schmerz unstillbar scheint … Das ‚Riesenrad des Universums‘ dreht sich unabänderlich und unbeeindruckt von unserem Treiben immer fort. Ein Wunder gleich …

Im stillen Gedenken und tiefer Dankbarkeit. Astrid, Du fehlst uns Großen und den Kleinen wirklich sehr. Es ist schade und so traurig, dass Du nicht noch mehr Lebenszeit hattest, um mit zu erleben, wie die kleinen Geister aufwachsen. Jetzt, wo unsere „Großen“ nach und nach den Start ins eigene Leben wagen und Dein hilfreicher Rat für sie immer da war, Deine Worte fehlen … Wir hätten Dir so viel mehr gemeinsame Lebenszeit für Dich und Micha, für Eure Träume und Wünsche, für noch einen entspannten Urlaub im heißen Süden, für Euren kleinen Garten … gewünscht.

Wir werden alt und grau. Wir werden eines Tages verschlissen sein und aus der Welt verschwinden. Mit unseren Träumen ist das anders. Sie können in anderen Menschen weiterleben, wenn es uns schon längst, längst nicht mehr gibt.“ – Jostein Gaarder in „Das Kartengeheimnis“

Sternenstaub waren und werden wir auf immer sein.

Bildquelle: Der Tarantelnebel – ESO/M.-R. Cioni/VISTA Magellanic Cloud survey. Acknowledgment: Cambridge Astronomical Survey Unit • CC BY 3.0 – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Universum