Das ist dein Leben

Sehr treffend in einem Lied von Phillip Dittberner zusammengefasst. Schaut mal in die Gesichter der Menschen. Bewegend.

Gerade erzählte mir meine 9Jährige, dass das Mädchen XYZ aus ihrer Klasse reich sei, weil sie soviel Geld hat, sie trägt ECHTE Nike-Schuhe, kann jederzeit ins Jump-Haus … und vor allem haben ihre Eltern ein riesengroßes Auto.

Bei diesen Wertmaßstäben bin ich wohl gerne bitter arm.

Tracy Chapman – Talkin‘ Bout A Revolution

Nach langen Jahren der Vinyl – Abstinenz spielt nun wieder ein (einfacher) Plattenspieler meine noch existierende „kleine Plattensammlung“, die ich leider viel zu lange nur im Regal zustehen hatte. Nach dem meine Lütten gestern Abend nun endlich im Bett waren, konnte ich in aller Ruhe meine leider eingestaubten Vinyl-Schätze hervorholen und sie wieder erklingen lassen.  Neben einer kürzlich über nebenan.de gebraucht erstandenen Jazz Collection war diese Platte von Tracy Chapman in der AMIGA-Ausgabe von 1990 (!) ein wahres Hörerlebnis. Der obige Titel von ihr hat mich gleich noch einmal sehr intensiv berührt.
Sicherlich gibt es diese Platte auch als CD oder im Streaming bei Amazon Music (oder dem Streaming Service Eurer Wahl) , aber es ist schon wirklich ein Unterschied eine richtige Vinyl in der Hand zu halten und nach so vielen Jahren (28!) wieder auf einen Plattenteller zu legen, den Tonarm in die richtige Position zu bewegen, den Starthebel zu betätigen und den ersten Klängen zu lauschen.

Warum nur hab ich so lange mit der Wiederanschaffung eines Plattenspielers gewartet? Hatte ich eigentlich schon einmal auf meine „Musikwunschliste“ bei Amazon hingewiesen, welche jetzt viele Vinyls enthält? 😉

Who Wants To Live Forever

Happy Birthday, Freddie  – Who Wants To LIve Forever. 🙂

But touch my tears, with your lips
Touch my world, with your fingertips.
And we can have forever
And we can love forever
Forever is our today

Text: Brian May / Michael Kamen

Das war mein zweitbester Sommer

Ich sitz auf meiner Bank und lass die Zwiebel stinken
das macht die Mücken krank und lässt die Sonne sinken
der Weisswein lockt und lässt den alten Papa hinken
ich habe heute Bock mich ganz langsam zu betrinken

Meine Augen tauchen in das Abendlicht
das ist so milde wie seit zwanzig Jahren nicht
der Hund macht Frieden mit der Katze weil er hat die Gicht
und ich war jetzt schon ein dreiviertel Jahr nicht mehr auf Schicht

Das war mein zweitbester Sommer
ich schlürf ihn aus bis zum letzten Zug
ich will das alles hier haben
und immer wieder und nie genug
Das war mein zweitbester Sommer

Ich küsse meinen Sittich umarme meine Bäume
und fliege wie ein Raumschiff durch die Zwischenräume
ich stell mich an dass ich den grossen Wagen nicht versäume
und flieg mit meiner Tochter durch merkwürdige Träume

ich höre auf zu kiffen damit ich sie nicht störe
und bin ganz ergriffen wenn ich sie schnarchen höre
auf den Reihenhausdach proben Engelschöre
und meine Alte lacht wenn ich ihr Treue schwöre

Das war mein zweitbester Sommer
ich schlürf ihn aus bis zum letzten Zug
ich will das alles hier haben
und immer wieder und nie genug
Das war mein zweitbester Sommer

Ich hör wie alte Schachteln über ihre Männer tratschen
und alte Säcke wegen die frigiden Weiber knatschen
die jungen Hühner seh ich auf den Feuerwehrball latschen
na ich bin aus dem Rennen ich brauch sie nicht mehr zu bequatschen

Aber eines tages da tauch ich aus dem Dschumm
und die schärfsten Weiber drehn sich nach mir um
diese Sekunde reicht mir und ich mach mich wieder krumm
und knalle weiter mit meiner alten Schnalle rum

Das war mein zweitbester Sommer
ich schlürf ihn aus bis zum letzten Zug
ich will das alles hier haben
und immer wieder und nie genug
Das war mein zweitbester Sommer

T & M: G. Gundermann

Das ganze Konzert von Gundermann & Seilschaft im Tränenpalast in Berlin (24.03.1998) gibt es hier zum Nachschauen.

[YouTube / MDR] Wenzel – Sänger, Dichter, Weltentdecker

Nicht zu glauben oder zu fassen, da hat der MDR einen Kurzfilm über einen meiner Lieblingsmusiker gebracht und mir ist dieser Beitrag quasi durch die Lappen gegangen. War wohl doch zu dolle auf meinen persönlichen Krimskrams fixiert.

Meine klare Empfehlung: Schaut ihn euch an, bringt etwas Zeit mit und als ‚gelernte DDR-Bürgerinnen und Bürger‘ ist zwischen den Zeilen lesen und verstehen angesagt. (Das leidige DDR-Bashing vom MDR wie gewohnt ‚überhören‘ und … ) den Worten von Wenzel hingebungsvoll folgen.

“ … man muß diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, daß man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt! …“
Karl Marx in ‚Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie.‘ (1843 / 1844)