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Bürokratischer Hürdenlauf – Stadtverwaltung vs. KiTa

Für meine jüngste Tochter wurde seitens der Kinderärztin eine Frühförderung empfohlen, weil Jilly wohl anlässlich der U8 keine richtige Lust hatte eine Sonne zumalen. Fazit: Sie fiel durch die künstleriche Aufnahmeprüfung durch. Das mit der Feinmotorik, da hapert es noch. Hmmm, dabei mag sie eigentlich gerne Sonnen malen.

Nun gut. So eine Frühförderung kann ja dem Kinde nicht schaden, also Kontakt zur entsprechende Stelle beim OBERLIN-Haus aufgenommen. Eine überaus freundliche und engagierte Mitarbeiterin erklärte mir dann recht genau in vielen Details, warum das für meine Tochter gut sei. Prima, da wird sich Jilly freuen.

Also mühselig durch das Dokumentenportal des Gesundheitsamtes (GA bzw. KJGD) der Stadt Potsdam gesucht und mutmaßlich das richtige Antragsformular gefunden. Dieses peinlichst genau ausgefüllt und an das GA bzw. KJGD geschickt. Als Antwort kam ein weiteres mehrseitiges Antragsformular zurück, was ich ebenso peinlich genau ausfüllen muss. Puuuh!

Nun kam ein Einladungsschreiben für den 15. d. Monats mitten am Tag, damit sich die KJGD mein Kind und seine Defizite genauer anschauen kann. In dem Schreiben wird zugleich ein Entwicklungsbericht seitens der KiTa (freier Träger, es gibt in Potsdam keine staatlichen KiTas mehr) zur Vorlage gebeten.

So bin ich dann frohen Mutes zum KiTa-Erzieher meines Kindes und fragte nach solch einem Entwicklungsbericht. Das wurde erst einmal abgelehnt, weil der Erzieher dafür nicht qualifiziert sei, zu dem fehle ein passendes Formular des GA bzw. KJGD.

Heute wurde ich nun bei der KiTa-Leitung vorstellig und fragte nach solch einem Entwicklungsbericht für mein Kind. Dieser Entwicklungsbericht wurde erst einmal abgelehnt, weil das passende Formular dafür fehle und solche Entwicklungsberichte seien nur für anerkannte Integrationskinder üblich und für diese übernimmt die Stadt die Kosten zum Ausfüllen des Ankreuzformulares. Für mein Kind … allerdings nicht.

Unverdrossen optimistisch versuchte ich nun telefonisch jemanden beim GA bzw. KJGD anzurufen, aber hier ist halt nur am Dienstag und am Donnerstag jeweils am Nachmittag jemand telefonisch erreichbar. Glücklicherweise stand eine Mailadresse auf dem Schreiben, hoffentlich lesen die zuständigen Mitarbeiter diese Mail noch vor dem Vorstellungsgespräch. Achja, eine zweite Mail folgte dann auch noch, weil ein weiteres Formular für die Datenschutzentbindung fehlte. So kann die KiTa erst die Daten meines Kindes an die Stadtverwaltung übermitteln. Puuuh!

Hmmm, da möchte ich als Vater meinem Kind etwas Gutes tun …

[Nachtrag, 11.11.2018] Lt. einer E-Mail der Stadtverwaltung bzw. des KJGD gibt es solch ein Berichtsformular nicht. Hmmm …

  1. Malen Sie Sonnen mit ihr soviele wie sie kann und so viele wie nötig, grad jetzt, egal was wer wie findet, Kinder haben immer recht im Malen, und ich vertraue darauf, dass ihre Sonnen richtig schön und sonnig aussehen. Bürokraten kennen eben nur Grautöne

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