Die Guten ins Töpfchen …

Letztens habe ich in einer Tageszeitung sinngemäß folgendes gelesen:

… Menschen sind wie Bücher. Manche täuschen dich mit dem Umschlag und einige überraschen dich dann mit dem Inhalt …

Ich stutzte beim Lesen und grübelte darüber nach. Ja, dem ist wohl so. Bei mir selber beobachte ich es ebenso recht häufig. Auf Grund unserer reichlich bebilderten Erfahrungen, welche wir von überall ringsumher aufnehmen, „sortieren“ wir unsere Mitmenschen schon beim ersten Anblick quasi „automatisch“ vor. Frei nach den Grimmschen Märchen: „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.“
Bevor wir uns also mit unserem Gegenüber tiefer gehend beschäftigen (können), haben wir sie oder ihn bereits fix und fertig in eine unserer vielen (Gedanken-)Schubladen einsortiert.
Oft kommen so die Menschen, die uns vielleicht etwas mitzuteilen hätten oder ein Gewinn für uns wären, gar nicht mehr zu Wort. Sie sind offensichtlich in der „falschen“ Schublade gelandet.

Nachtrag: Kaum habe ich meine Gedanken zu diesem Thema hier niedergeschrieben, da bin ich über diesen Blogbeitrag Sei nicht voreingenommen von In10sivleben gestolpert. Lesenswert.

Das dieses obige Zitat letztlich ’nur‘ aus der Kiste eines dieser Facebook-Bilderzitate-Macher stammt, ging mir erst recht spät auf, aber es kommt ja auf den Inhalt und nicht auf die bebilderte Schublade an. Nicht wahr? 😉

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