Amalthea – als der Mond explodierte

Amalthea – Roman
von Neal Stephenson

Der Mond explodierte ohne Vorwarnung und ohne erkennbaren Grund. Die Uhrzeit würde man später als A+0.0.0 oder schlicht Null bezeichnen …

05:03:12 Weltzeit. Die Stunde Null. Nach der Explosion des Mondes wütet über Jahrtausende ein Meteoritensturm, der die Erdoberfläche in eine unbewohnbare Wüstenei verwandelt. Um die Menschheit vor der Auslöschung zu bewahren, schickten die Nationen der Erde eine Flotte von Archen ins All. Der Asteroid Amalthea, der ursprünglich zu Forschungszwecken an eine internationale Raumstation angedockt worden war, soll der Kolonie als Schutzschild dienen. Doch das Leben im Weltraum fordert einen hohen Tribut, und die meisten Menschen sterben, bis schließlich nur noch sieben Frauen übrig sind, um eine neue Zivilisation zu begründen. 5000 Jahre später existieren zwei Völker: die Nachfahren derer, die die Katastrophe auf der Erde überlebt haben, sind primitive Siedler; die sieben Stämme der Nachkommen der Sieben Urmütter von der Raumstation hingegen hochkultiviert ― und sie machen sich auf, die Erde zu kolonialisieren …

(Bild- und Text-)Quelle: https://www.amazon.de/Amalthea-Roman-Neal-Stephenson/dp/3442547628

Zufälligerweise bin ich kürzlich auf der digitalen-Ausleihseite meiner örtlichen Bibliothek in Potsdam über dieses Buch von Neal Stephenson virtuell gestolpert. Wie so oft hatte ich ursprünglich etwas anderes als Lesestoff gesucht, aber das Buchthema sprach mich als SF-Fan nach einigen Seiten recht schnell an und so konnte ich gar nicht so einfach meinen Ebook-Reader wieder weglegen.

Wenn der Klappentext beim ersten Überlesen etwas „esoterisch“ und abgehoben klingt, entwickelt sich die eigentliche Geschichte im Buch als sehr spannende Lektüre. Als Leser merkt man recht schnell, das sich der Autor mit dem wissenschaftlichen Hintergründen seines Romanes sehr ausführlich und vorallem detailliert beschäftigt hat. Im Epilog zum Roman geht er darauf vertiefend ein.

Im übrigen ist im Klappentext ein inhaltlicher Fehler enthalten, mal schauen ob Ihr ihn findet …

Anbei noch eine leseswerte Rezension zum Buch von Florian Freistetter auf http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/05/28/der-mond-explodierte-ohne-warnung-und-ohne-ersichtlichen-grund-seveneves-von-neal-stephenson/