[Lesetipp] Mit acht Rädern um die Welt

Kleine Vorgeschichte: Vor einiger Zeit hatte ich an einem Sonntagvormittag die Gelegenheit im Potsdamer Thalia-Kino die sehenswerte Reisedokumentation Weit. von Gwendolin und Patrick zu sehen. (Bei Interesse, schaut bitte auf der Webseite zum Filmprojekt vorbei, eine klare Sehempfehlung für Euch.)

So jetzt aber: In Folge dieses Dokumentarfilmes bin ich bei Suchen im Web über den Weblog 8Wheels von Isabell, Sven und Mr. Turtle quasi „gestolpert“. Und so verfolge ich schon eine ganze Weile ihre Reise rund um die Welt mit ihrem VW Bus und ihren Mountainbikes. Kurz und knapp: Beide haben in ihren Blogeinträgen viel Lesenswertes über die Menschen und den Orten wo sie bereits waren geschrieben, geben Hinweise für Touren mit dem Mountainbike und Besichtigungstouren. Sie vermitteln einen ganzen eigenen persönlichen Blick auf andere Länder, deren Kulturen und ihren Menschen.
Mittlerweile haben sie es geschafft ihren VW Bus über Kalkutta nach Chile zu verschiffen, trotz der vielen kleinen (organisatorischen) Pannen. Nun sind sie selber auf dem Weg nach Sumatra. Es bleibt spannend.

[PNN 07.08.2018] Wie Potsdamer ihre Heimat verlieren

Quelle: http://www.pnn.de/potsdam/1308763/

Vor der Heimat kann man nicht flüchten. Was aber, wenn die Heimatstadt einen verlässt? In einem Gastbeitrag nimmt Filmproduzent Peter Effenberg Abschied von Potsdam.

Als ich ein Kind war, hatte ich eines von vier Durchgangszimmern in der Bertinistraße 1. Gegenüber meiner Wohnung lag die Alte Meierei hinter der Mauer. Die Hunde der Grenztruppen bellten des Nachts. Vom Fenster meines Zimmers konnte ich die Segelschiffe des Westens am Schloss Glienicke sehen. Auf der anderen Seite des Hauses lag eine alte Villa, meine Nachbarn behaupteten, sie hätte einst Mendelssohn-Bartholdy gehört und mein Zuhause sei das Gesindehaus gewesen. Dazwischen eine Wiese, die ich als Fußballplatz mit meinen Kumpels nutzte. Zwei zerfallenen Handballtoren flickten wir liebevoll Woche um Woche das Netz. Wenn Schulkamerad Chappi mit straffem Schuss die Latte knallte, fiel das Tor zusammen und musste mit neuen Stöckern gestützt werden. Die alten Stallungen – das, erzählten die Nachbarn, seien sie einst gewesen – direkt an unserem Haus beherbergten einen Konsum. Einmal oben die Treppe runter gucken und die Lage peilen: War der Konsum leer, ging es runter zu Frau Zenke, der Verkäuferin.
Nur wenige Meter die Straße hoch fuhr der Bus der Linie F in die Stadt. Wenn Rudi das Lenkrad steuerte, durfte ich vorne stehen, manchmal die Türen öffnen und davon träumen, später einmal seinem Berufsstand beizutreten. Hinter der Bushaltestelle, am Fuße des Pfingstbergs, erstreckte sich unterhalb des Altenheims mein Indianerwäldchen. Kumpel Huschi lehrte mich das Schnitzen, das Anschleichen und wie man eine Bude baut. Noch im Wald wieder eine Mauer, diesmal beschützte sie die Kaserne der Roten Armee. Wenn ab und zu ein Sowjetsoldat dem Lagerkoller entfloh, standen seine Kollegen bewaffnet in der Gegend herum und warteten, bis er sich stellte oder eingefangen war.

Weiterlesen „[PNN 07.08.2018] Wie Potsdamer ihre Heimat verlieren“

Zum 9. Mal …

Die großen Leute sind wirklich sehr sonderbar.
Antoine de Saint-Exupéry in „Der kleine Prinz“

Papa und für wen ist dieses Denkmal?
Papa und für wen ist dieses Denkmal?

dav

Am 7. August 2009, um 1:23 Uhr in der Früh durfte ich im Kreissaal vom EvB-Klinikum in Potsdam erleben und spüren, welchen Sinn (mein) Leben hat.

Herzlichen Glückwunsch zum 9. Geburtstag liebe Nine.

Und bis zu Deinem 18. Geburtstag lerne ich es sicherlich auch noch einen vernünftigen Schokokuchen für Dich zu backen, warum auch immer so wenig Schokolade dabei ist.

[YouTube / MDR] Wenzel – Sänger, Dichter, Weltentdecker

Nicht zu glauben oder zu fassen, da hat der MDR einen Kurzfilm über einen meiner Lieblingsmusiker gebracht und mir ist dieser Beitrag quasi durch die Lappen gegangen. War wohl doch zu dolle auf meinen persönlichen Krimskrams fixiert.

Meine klare Empfehlung: Schaut ihn euch an, bringt etwas Zeit mit und als ‚gelernte DDR-Bürgerinnen und Bürger‘ ist zwischen den Zeilen lesen und verstehen angesagt. (Das leidige DDR-Bashing vom MDR wie gewohnt ‚überhören‘ und … ) den Worten von Wenzel hingebungsvoll folgen.

“ … man muß diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, daß man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt! …“
Karl Marx in ‚Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie.‘ (1843 / 1844)

[YouTube] Adam Cohen: Love is

Ein wunderschönes und stimmungsvolles Musikvideo von Adam Cohen, welcher im Moment mein musikalischer Favorit ist. Seinen Youtube-Channel findet ihr hier.
Über diesen Hyperlink erreicht Ihr einen sehr interessanten Beitrag bzw. ein Interview (Video auf YouTube) mit Adam Cohen, über seine biografischen Hintergründe.